Juwenalia: Tage des Studenten

Die Hauptbühne von Juwenalia Warschau 2014.

Die Hauptbühne von Juwenalia Warschau 2014. © Natalie Junghof

Jedes Jahr im Mai feiern Studierende in ganz Polen die größte akademische Party des Landes. Vor tagelangem Pauken, Nächte in der Bibliothek und Prüfungsstress tanzen sie auf den Tagen des Studenten, auch Juwenalia genannt. Bei Konzerten mit nationalen Bands, bunten Paraden und der Annahme des Rathausschlüssels nehmen sie die akademischen Städte ein.

Grenzenlos stellt das Programm für die Veranstaltungen von Juwenalia Krakau, Warschau, Stettin und Olsztyn 2015 vor. Unsere Reporter werden bei ausgewählten Juwenalia-Veranstaltungen live dabei sein und für Euch auf Grenzenlos berichten.

In Krakau kommen junge Leute verschiedener Musikgeschmäcker bei Rock, Rap, Raggae und Hip Hop auf ihre Kosten. Vom 5. bis 10. Mai finden Konzerte in Kooperation verschiedener Universitäten statt. Die größten Bühnen stehen an den Wohnheimen der Jagiellonen-Universität und der Akademie für Bergbau und Hüttenwesen (AGH). Ein Höhepunkt der Festwoche ist die Parade. Begleitet von der rockigen Band Koniec Świata überreicht der Bürgermeister den Akademikern symbolisch den Schlüssel der Stadt. Danach darf ganz offiziell gefeiert werden. Unter anderem treten Ania Dąbrowska, Strachy na Lachy, Happysad und Bednarek auf. Neben Konzerten gibt es zahlreiche weitere Programmpunkte. Dazu gehören unter anderem Kabarett und Tanzkurse. Karten kosten je nach Veranstaltung zwischen 5 und 30 Złoty.

In der polnischen Hauptstadt Warschau beginnen die Feierlichkeiten am 8. Mai. Bei der sogenannten „Akademischen Stadt“ zeigen Studierende auf den Straßen der Altstadt ihre kreativen Ideen. Am Abend findet ein großes Konzert auf dem Hauptcampus der Universität Warschau statt. Polnische Künstlerinnen wie Mela Kotulek, Julia Marcell, Maria Peszek treten neben Bands wie Fairweather Friends und Fismoll auf. Der Eintritt ist frei. Am 9. Mai findet ebenfalls ein großes Gemeinschaftskonzert statt, bei dem Kult, Luxtorpeda, Armia und Plagiat 199 zu sehen sind. Die Ticketpreise für diesen Abend liegen bei 25 bis 45 Złoty. Die studentische Parade der Warschauer Hochschulen findet am 16. Mai am Warschauer Kulturpalast statt. Die Tage des Studenten enden am 23. Mai mit einem Abschlusskonzert, bei dem Gooral, Paluch, Grubson und weitere Bands ihr Bestes geben.

Der Festivalcampus der Universität Warschau von Juwenalia 2014.

Der Festivalcampus der Universität Warschau von Juwenalia 2014. © Natalie Junghof

In der Hafenstadt Stettin startet Juwenalia am 20. Mai. In drei aufeinander folgenden Tagen gibt es Musikauftritte zahlreicher polnischer Bands. Dabei treten unter anderem Coma, Enej, The Analogs, Brodka, Eldo, Grubson und Mela Kotulek auf. Juwenalia Stettin endet am 23. Mai mit „Splash of Colors“, einem Fest der Farben, bei dem buntes Pulver in die Luft geworfen wird. DJs begleiten die Veranstaltung. Tickets gibt es für 15 bis 25 Złoty. Neben den Konzerten gibt es weitere Events, beispielsweise einen studentische Umzug, einen Nachtlauf, eine Ballonschlacht, ein Strandausflug und ein Familienpiknik.

Während Juwenalia im masurischen Olsztyn vom 13. bis 17. Mai verwandelt sich das Campusviertel Kortowo in ein Festivalgelände. Deshalb wird Juwenalia in dieser Stadt auch „Kortowiada“ genannt. Mit Ausblick auf den See treten unter anderem das Disko-Polo Duo Weekend, die slawische Folkloregruppe Gooral sowie die polnischen Nachwuchsbands Bednarek und Farbenlehre auf. Auch bei der Parade in Olsztyn legt der Bürgermeister den Studenten den Schlüssel in die Hand. Danach zieht das Partyvolk in sein eigenes Viertel und feiert bei Musikkonzerten oder auch auf der Silentparty, bei der die Teilnehmer mit Kopfhörern der Musik lauschen. Sportliche Aktivitäten, wie Zumba, Frisbee und Volleyball, stehen auf dem Programm. Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei.

Weitere Informationen und das detaillierte Programm gibt es auf den Webseiten von Juwenalia Krakau, Warschau, Stettin und Olsztyn.

Zahlreiche Reportagen folgen in den nächsten Wochen. Schaut rein!

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